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Monemvasia

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Verständlicherweise versuchen wir die Zeit hier zu strecken, aber auch des Paradieses kann man überdrüssig werden, oder, man erträgt diese Schönheit nur eine gewisse Zeit. Außerdem lockt der Name unseres nächsten Zieles: Monemvasia. Allerdings müssen wir dazu das berühmt berüchtigte Kap Malea runden. Hier windet es immer. Viele fahren einen Umweg um die südlich gelegene Insel Kythera um der stürmischen Düse zu entgehen. Selbst Odysseus hat es hier schwer erwischt und er verlor die Orientierung, weshalb es ihn an die nordafrikanische Küste verschlug. Und wie wir wissen, hat er zehn Jahre gebraucht, um wieder nach Hause nach Ithaka zu finden. (Auch wenn es ihm in dieser Zeit zuweilen auch sehr erträglich erging: … ein Jahr im Liebesglück mit Kirke und vor allem die siebenjährige Liebschaft mit Kalypso…) In der guten Hoffnung unbeschadet und schneller als Odysseus durch die Enge am Kap zu kommen brechen wir zur mittelalterlichen Festungsstadt Monemvasia auf. Ankes Aufregung geht auf Kosten der Nachtruhe. Aber wat mot, dat mot. An der windigsten Ecke wird es Kap typisch. Die Winde drehen sich um sich selbst, schwanken zwischen gar nix und 20 Knoten auf die Nase und verursachen die entsprechenden verrückten Wellenbilder. Segeln ist schwierig, aber letztlich haben wir das erhoffte Glück und fügen dem Berg ungezählter Schiffswracks kein neues hinzu.

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Allein die Annäherung an den Ort auf der Felseninsel ist beeindruckend. Im Hafen ist wenig Platz, der nächste Meltemi steht vor der Tür und wir suchen nach einem möglichst geschützten Platz. Nach einigem Hin und Her werfen wir etwas unkonventionell versetzt den Buganker und gehen noch drei Bootslängen rückwärts englisch (parallel längs) an die Pier und spannen über Eck ein Spinnennetz mit Festmacherleinen. Wie sich herausstellt war die Entscheidung gut und wir liegen sicher, vergleichsweise ruhig und weit genug entfernt von im Becken Herumirrenden und vergeblich im Starkwind Halt für den Anker Suchenden.

Der Ort ist ein historisches Kleinod, was ihm ganzjährig Touristenströme beschert. Die Gastronomen freuts, und trotzdem halten sie die Flagge der Ehre hoch und bieten gute Kost zu normalen Preisen. Matteo, Tausendsassa und Hafenmeister und Wirt und Ichbesorgealles in Personalunion kümmert sich beflissen um alle Hafengäste, was diese mit einem Besuch in seiner Hafentaverne vergüten.

Nur ein schmaler künstlicher Damm erlaubt den Zugang zur autofreien mittelalterlichen Stadt. Die Unterstadt ist sehr schön restauriert, herausgeputzt, blitzsauber und einladend. Wie aus dem Bilderbuch. Ein schroffer steiler Weg führt zu den Ruinen der Oberstadt in der alten Zitadelle, die auf dem gewaltigen 200 Meter hohen Felsplateau thront. Sehr sehenswert, und die Ausblicke …, unbeschreiblich.

So lässt es sich gut abwettern.

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