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Ein Lakonischer Golf

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Irgendwann ist das Wetter wieder so passend, dass man mit „Abwettern“ die eigene Faulheit und das „bleiben-weil-es-so-schön-ist“ nicht mehr rechtfertigen kann. Außerdem werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus: Enkelinenbesuch! Ohne Mama. Wir sind unterdessen mindestens ebenso aufgeregt wie die Kleine und alle Themen drehen sich um diese Zeit. Die Vorfreude wächst täglich, aber auch die Anzahl der Fragen und Unwägbarkeiten. Heute ist der letzte Junitag und schon in 10 Tagen fliegt die Skipperin nach Deutschland, um unsere fünfjährige Enkelin Delores für fast drei (!) Wochen zum ersten Bootsurlaub abzuholen.

60 Meilen liegen vor uns bis Nafplio, von wo aus Anke per Bus zum Flughafen Athen abreist und wo die beiden auch eintreffen werden. Entlang der Route liegen noch ein paar sehr hübsche Stopps, die wir nicht auslassen wollen. Zunächst das Örtchen Gerakas, in einem skandinavisch anmutenden Fjord, der recht eng ist und nur wenige Ankerplätze bereit hält. Aber nach sorgfältiger Einschätzung der Abstände finden wir unser perfektes Fleckchen für die Nacht. Nächsten Tags ziehen wir weiter nach Norden, nach Kyparissi. Bis vor 50 Jahren war die Anreise von See aus die einzige Möglichkeit das Dörfchen zu erreichen. So halten wir es nun auch. Meine Güte, ist das bezaubernd hier. Ein wahres Juwel im Lakonischen Golf. So verschlafen, so idyllisch. Kein Fähranschluss, klarstes Wasser. Zwei Tavernen, und ein Pope, der den Tag damit verbringt, nacheinander vom Cafe in die Tavernen zu ziehen und mit seinen paar Schäfchen den „Segen“ zu teilen. Natürlich gibt es Ferienwohnungen (mit für Ende Juni überraschend wenigen Gästen). Alles ist sehr gepflegt. Zu allem Überfluss steht ein verlassenes Häuschen am Wasser genau an dem Fleck, an den uns der Impuls durchfährt: Hier gehen wir nie wieder weg. Gottseidank war´s nur ein kurzer Impuls. Denn wir sind sehr glücklich mit unserem „mobilen Wassergrundstück“.

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Langsam beginnen wir nach ruhigen, sandigen und für Kinderurlaub geeigneten Buchten und Ankerplätzen zu suchen. Die malerische, weite Poulithra-Bucht, unser nächster Stopp, wäre so ein Ort, ist jedoch noch zu weit entfernt von Nafplio. Längere Segelstrecken wollen wir mit der Lütten noch nicht riskieren.

Anders sieht es 25 Meilen weiter in der Vivari-Lagune aus. Perfekt geschützt, Strände – wenn auch eher kiesig als sandig – aber direkt an den Tavernen, kleiner Dorfkonsum, schöne Landschaft und gut erreichbar. Check! Die vorerst letzte ruhige Ankermöglichkeit vor der „großen“ Stadt soll die Karathona Bay soll sein.

Haha. Welch ein Irrtum. In einer der Strandtavernen geht nach Mitternacht die Hölle los. Disko! Ich weiß, es klingt großväterlich. Aber was hier aus den Boxen wabert, ist (für unsere Ohren) einfach nur unerträglich grottig. Zudem tragen die Ruhe der Nacht und das glatte Wasser die unfassbare Lautstärke und schmerzhaften Bässe ungebremst über hunderte Meter. Bis zum Morgengrauen hält sich das lärmende Grauen und ist selbst mit tief verpfropften Ohrstöpseln nicht zu ignorieren. Okay. Disko-Bucht ist abgewählt.

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Schnell weiter nach Nafplio. Wir gehen in den Hafen, griechenlandtypisch mit Buganker rückwärts an die Pier. Jetzt wird es schon wieder schön. Schon bei der Einfahrt ist klar, Nafplio, die Stadt der drei Festungen, ist ein weiteres Kleinod in unserer Sammlung.

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Gerakas

Lakonischer Golf

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Kiparissi

Lakonischer Golf

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Poulithra Bay

Lakonischer Golf

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Vivari Bay

Lakonischer Golf

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Karathona Disco Bay

Lakonischer Golf

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