Jeder kennt ihn. Diesen Schweinehund, den man niederringen muss, um etwas aufzuarbeiten, dass zigfach überlagert ist. Schnee von gestern wegzuschaufeln ist des Spaßes beraubt und nur mit Disziplin zu bewältigen. Jedoch, es sind unsere Erlebnisse dieses Sommers. Genau die Dinge und Begebenheiten und Begegnungen, die wir sehen und erleben und erfahren wollen. Unser momentanes Leben eben. Die Dichte all dessen führt zuweilen dazu, dass wir vergessen, was wir alles gesehen und erlebt haben. Natürlich suchen wir die schönen Orte und das uns Unbekannte. Und davon gibt es hier im Überfluss. Ich bin nicht in der Lage das zu beschreiben, zu vermitteln, wie intensiv das Erleben oft ist.
Schön, wunderbar, faszinierend, beeindruckend, sensationell, unglaublich …
Und dann geht’s wieder von vorn los.
Deshalb überlasse ich ein wenig Hilfe suchend Ankes Fotos das Feld. Mir ist klar, dass allein die Menge der Bilder für Betrachter eine Herausforderung ist. Die größte Herausforderung für uns ist, die Tausende Foto zu sichten und eine präsentable Auswahl zu treffen. (Nicht selten geraten wir darüber in Streit.)
Ich kann mir vorstellen, dass das Betrachten dieser Hunderte von Aufnahmen ermüden kann, erschlagen und überfordern kann. Seis drum. Es ist letztlich das Tagebuch unseres derzeitigen Lebens. Natürlich freuen wir uns, wenn uns jemand begleitet, unsere Neugier teilt und sich an den Berichten und Fotografien erfreuen kann.
Also, viel Lesestoff gibt’s nicht. Was die Bilder erzählen, wird für diesen Beitrag reichen.
Aber eine kleine Episode möchte ich schildern: Wir ankern in der herrlichen Bucht von Methoni vor der imposanten venezianischen Festungsanlage. Ein wenig später lässt ein dreister Motorbootkapitän seinen Anker in unmittelbarer Nähe ab. (Bekanntermaßen sind Motorboote nur selten die Freunde der Segler, und diese Haltung wird als Vorurteil generell tapfer verteidigt.) Kurz darauf schnurrt eine Drohne über unseren Köpfen, die der Typ neben uns von seiner Badeplattform aus steuert. Beides beschert dem ruheliebenden Segler schlagartig steigenden Puls. Aber bevor die 180 erreicht sind klingelt eine Nachricht vom Nachbarn bei uns ein, dass er Luftaufnahmen macht und ob wir Interesse an Aufnahmen von uns, der Bucht und der Festung haben. Siehe da: Da geht wieder eines über Bord, das gut gepflegtes Vorurteil, alle Motorbootfahrer seien rücksichtslose Lärmer. Und es entspinnt sich eine humorvolle Kommunikation und – tolerant wie wir sind – haben wir uns ratzfatz überwunden und folgen der Einladung auf einen Kaffee an Bord des Motorbootes! Sieh an, die Chemie mit dem türkisch-amerikanischen Paar stimmt von der ersten Minute an. Zwangsläufig mündet die berühmte halbe Kaffestunde in einen langen lustigen unvergesslichen Abend, (ganz ohne Kaffee). Die großartigen Luftaufnahmen zeigen wir hier gern. Danke nochmals an die beiden.
Nur zur Orientierung: Von Pylos an der Westküste des linken Peloponnesischen Fingers geht es weiter über Methoni, um die Fingerspitze herum, nach Koroni und weiter in die Olivenhauptstadt Kalamata.
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Methoni
Westküste Peleponnes





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Koroni
Westfinger Peleponnes











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Kalamata
Peloponnes























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Mystras
byzantinische Ruinenstadt aus dem Spätmittelalter

























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